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Wiki-Wissen: Laminat verlegen

Laminat in wenigen Schritten verlegen

Milieubild Laminat
Laminat kann auch von Laien schnell und einfach verlegt werden

Laminat erfreut sich besonders großer Beliebtheit, denn er ist strapazierfähig, günstig und lässt sich einfach verlegen. In der Regel wird der Belag schwimmend verlegt, das heißt er wird ohne Kontakt zur Wand auf den Unterboden aufgelegt. Schwimmend verlegter Laminatboden kann direkt nach der Verlegung betreten und genutzt werden. Laminat verlegen kann auch ein Laie, allerdings sollte hierfür genügend Zeit eingeplant werden. In der Regel dauert das Verlegen mindestens einen Tag pro Raum.

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Beim Kauf des Laminatbodens sollte auf die Eignung des Bodens geachtet werden. Ausschließlich feuchtraumgeeigneter Belag sollte in Bad oder Küche eingesetzt werden. Aus der Verlegeanleitung geht hervor, was Sie bei der Verlegung im Feuchtraum beachten müssen. Einige Böden müssen beispielsweise verleimt werden. Für die Verlegung auf der Fußbodenheizung sollten Sie auf die entsprechende Eignung achten. Meist ist Laminat ausschließlich mit Warmwasserfußbodenheizungen und nicht mit elektrischen Fußbodenheizungen kompatibel. Messen Sie vor dem Kauf den Raum, in dem der Bodenbelag verlegt werden soll, genau, um zu berechnen, wie viel Belag Sie benötigen. Es sollten etwa zehn Prozent mehr Laminat gekauft werden, denn es entsteht Verschnitt.

Geeigneter Untergrund

Dampfbremse
Dampfbremse

Laminat sollte nur auf einem festen, sauberen, trockenen und ebenen Untergrund verlegt werden. Der Bodenbelag kann nicht auf schwimmend verlegten Altbelägen verlegt werden. Von einer Verlegung auf Teppichboden ist unbedingt abzuraten. Teppichboden kann stark nachgeben und dafür sorgen, dass die Klickverbindung stark belastet wird. Zudem kann sich im Teppichboden Schimmel bilden, wenn die Feuchtigkeit nicht entweichen kann. Auf anderen verklebten Altbelägen kann Laminat verlegt werden, wenn der Untergrund eben ist. Der Unterboden sollte mit einer Richtlatte auf Unebenheiten geprüft werden. Unebenheiten über drei Millimeter auf einen Längenmeter müssen mit Fließspachtel ausgeglichen werden. Der Boden muss nach der Bearbeitung austrocknen. Mineralische Untergründe wie Estrich oder Beton weisen immer eine Restfeuchte auf. Damit die Feuchtigkeit nicht aufsteigt und der Bodenbelag nicht aufquillt, wird auf dem Untergrund eine Dampfbremse, beispielsweise eine PE-Folie, verlegt. Die Folie wird wannenartig ausgeführt, an den Wänden sollte die Folie leicht nach oben überstehen. Die Bahnen müssen sich überlappen und gründlich mit einem geeigneten Klebeband verklebt werden.

Bei Holzuntergründen wie altem Dielenboden darf keine Dampfbremse verlegt werden, denn Feuchtigkeit, die sich auf der Holzkonstruktion ansammelt, kann zu Schimmelbildung führen. Sie benötigen außerdem eine Trittschalldämmung. Einige Laminatböden werden mit einer integrierten Trittschalldämmung geliefert, für andere Böden sollte eine separate Dämmung verlegt werden. Die Trittschalldämmung wird auf der Dampfbremse verlegt. Einige Hersteller bieten Dampfbremsen mit integrierter Trittschalldämmung an. Bei der Wahl der Trittschalldämmung sollte ein Produkt mit hoher Druckfestigkeit gewählt werden.

  • Untergrund muss eben und trocken sein
  • beim Verlegen auf mineralischem Untergrund: Dampfbremse einsetzen
  • Trittschalldämmung verlegen oder Belag mit integrierter Trittschallkaschierung wählen
  • niemals auf Teppich verlegen

Verlegerichtung

Die Verlegerichtung beeinflusst die Wirkung des Raumes. So wirken schmale Räume durch quer verlegte Dielen etwas breiter und größer, längs verlegte strecken hingegen einen Raum optisch. Meist orientiert sich die Verlegerichtung an dem Lichteinfall. Laminat wird parallel zum Licht verlegt, um die Fugen nicht durch Schattenbildung zu betonen. Sind mehrere Lichtquellen vorhanden, sollte sich die Verlegerichtung nach der größten Quelle richten.

Laminat verlegen

Distanzkeil aus Holz
Distanzkeile

Um mögliche Farbunterschiede auszugleichen, sollten Laminatdielen aus unterschiedlichen Packungen gemischt werden. Bevor die Paneele verlegt werden, sollten Sie jede Diele prüfen. Beschädigte Laminat-Paneele können nur vor dem Verlegen reklamiert werden. Beim Verlegen muss eine Dehnungsfuge zur Wand ausgelassen werden. Da die Trägerplatte aus Holzwerkstoff besteht, dehnt sich die Platte bei Temperaturschwankungen aus oder zieht sich zusammen. Um die Ausdehnung auszugleichen und zu verhindern, dass der Bodenbelag nach oben gedrückt wird, wird die Fuge zur Wand ausgelassen. Die Breite der Dehnungsfuge richtet sich nach der Größe des Raumes und den Herstellerangaben. Zudem verhindert die Fuge die Bildung von Schallbrücken und sorgt für einen besseren Schallschutz. In einem großen Raum mit Wänden über acht Meter Länge muss eine weitere Dehnungsfuge im Raum ausgelassen werden. Mit Hilfe von Abstandhaltern wird die nötige Entfernung zwischen Wand und schwimmend verlegtem Laminat eingehalten.

Die Verlegung beginnt in der linken hinteren Ecke des Raumes. Ob die Nut oder die Feder zur Wand zeigen soll, wird der Verlegeanleitung des Herstellers entnommen. Die Seite, die zur Wand zeigt, wird mit einer Säge beschnitten. Viele Laminatböden werden zunächst an der Stirnseite zusammen geklickt. Allerdings werden zunehmend Böden angeboten, die nicht Reihe für Reihe verlegt werden müssen.

Die Dielen der ersten Reihe, der letzten Reihe und die Dielen am Ende einer Reihe müssen in der Regel zugeschnitten werden. Die Elemente können Sie mit einem Laminatschneider, einer Tischkreissäge oder mit einer Stichsäge schneiden. Die benötigte Länge des Paneels wird abgemessen und mit einem Bleistift eingezeichnet. Die erste Reihe des Bodenbelags sollte gerade sein, damit keine Spannungen in den Klickverbindungen entstehen. Wenn die Wand nicht gerade ist, wird der Belag an die Wand angepasst, um die nachfolgenden Reihen gerade verlegen zu können. Die folgenden Reihen werden mit dem verlegten Boden verklickt. Um die Elemente zu verbinden kann mit Schlagklotz und Hammer oder Zugeisen gearbeitet werden. Da jeder Hersteller unterschiedliche Klicksysteme anbietet, sollte die Verlegeanleitung genau beachtet werden. Für die letzte Reihe müssen die Paneele auch längsseitig zugeschnitten werden. Dabei muss die Dehnungsfuge berücksichtigt werden. Nach dem Verlegen werden die Abstandhalter wieder entfernt und gegebenenfalls Bodenprofile und Sockelleisten befestigt.

  • Dehnungsfuge durch Abstandshalter auslassen
  • Paneele der ersten Reihe zuschneiden
  • Laminatdielen nach Anleitung des Herstellers verklicken
  • die letzte Diele einer Reihe sollte nicht zu kurz sein, die Dielen der letzten Reihe nicht zu schmal

Laminat und Heizungsrohre

Um den Laminatboden um Heizungsrohre herum zu verlegen, wird zunächst das Bohrloch oder die Bohrlöcher auf der Diele eigezeichnet. Es muss ein Abstand zwischen Bodenbelag und Rohr von in der Regel zehn Millimeter eingehalten werden. Die Löcher werden mit einem Forstnerbohrer herausgetrennt und der Bereich hinter dem Loch mit einer Stichsäge abgetrennt. Später werden die Teile verleimt. Für einen sauberen Abschluss kann eine Heizkörperrosette montiert werden.

  • Heizkörperrosetten gestalten Übergang zwischen Bodenbelag und Herizungsrohr

Laminat und Zargen

Wird der Bodenbelag im Zuge einer Sanierung erneuert, kann es notwendig sein, vorhandene Zargen zu kürzen. Holz-Zargen können mit Hilfe einer Säge gekürzt werden. Unter die Holzzarge soll der gesamte Boden mit Unterlagsmaterial und Bodenbelag passen, das heißt die Zarge muss um die Aufbauhöhe des Bodens gekürzt werden. Stahlzargen können nicht gekürzt werden, deshalb muss der Boden so zugeschnitten werden, dass er um die Zarge herum verlegt werden kann.

  • Holzzargen werden bei Bedarf gekürzt
  • Stahlzargen werden nicht gekürzt, Aussparungen ermöglichen den Belag um die Zarge herum zu legen

Bodenabschluss

Sockelleisten und Übergangsprofile verdecken Dehnungsfugen und sorgen für ansprechende Übergänge. In einigen Sockelleisten kann ein Kabel eingelegt werden. Die Sockelleiste wird an der Wand und nicht am Bodenbelag befestigt. Hierfür wird die Dampfbremsfolie so weit gekürzt, dass sie nicht über die Sockelleiste ragt. Befestigungsklipps erleichtern die Montage und Demontage von Sockelleisten. Die Fußleiste kann auch genagelt oder geschraubt werden. An den Ecken werden die Leisten mit Hilfe einer Gehrungssäge zugeschnitten oder es werden Innen- und Außenecken verwendet, um die einzelnen Leisten zu verbinden. Mit Übergangsprofilen können Dehnungsfugen abgedeckt oder Übergänge zwischen unterschiedlichen Bodenarten gestaltet werden.

  • Sockelleisten montieren
  • Innenecken und Außenecken können Montage von Sockelleisten vereinfachen
  • Dehnungsfugen im Boden können mit Übergangsprofilen abgedeckt werden

Im Boden-Wiki weiterlesen

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